Perspektive für Frechen: „Linie 7 – Verlängerung ist unverzichtbar!“

Dieter Zander von der Perspektive für Frechen äußert sich in einer Pressemitteilung zum ÖPNV in Frechen:
 
Aktuell steht die Verlängerung der Linie 7 leider nicht auf der Prioritätenliste, was die Realisierung von Projekten auf dem Sektor des ÖPNV anbetrifft. „Wir von der „Perspektive für Frechen“ sehen mit Blick auf die aktuelle Verkehrszunahme, speziell im Innenstadtbereich, sowie die weitere Entwicklung des Stadtteils Grube Carl die zwingende Notwendigkeit, die Verlängerung der Linie 7 zumindest bis dorthin wieder ins Auge zu fassen. Daher haben wir einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gestellt und diesen mit einem dahingehenden Prüfauftrag verbunden“, so Dieter Zander.
 
Wir können in Frechen nicht tatenlos zusehen und wertvolle Zeit einfach verstreichen lassen. Bekanntlich benötigen derartige Maßnahmen eine häufig viel zu lange Vorlaufphase. Somit müssen wir handeln und das bereits jetzt.
 
Bezüglich der Optimierung der Verkehrsabflüsse und Autobahnanbindungen befinden sich einige Maßnahmen auf dem Wege. Diesbezüglich sei an den Vollanschluss Frechen-Nord an der A 4 und den vierspurigen Ausbau der Bonnstraße zwischen Aachener Straße und Krankenhausstraße sowie den Anschluss an die A 4 über die L 361 n in Königsdorf erinnert, die wir ausdrücklich begrüßen.
 
Akuter Handlungsbedarf besteht aus unserer Sicht auch innerstädtisch. Insbesondere dort muss eine verkehrliche Entlastung über den Ausbau des ÖPNV erreicht werden. Ein aktuelles Gutachten des Rhein-Erft-Kreises belegt sehr deutlich, dass die Bevölkerung in Frechen den ÖPNV im Vergleich zu anderen Kommunen unterproportional nutzt. Dabei nimmt der MIV im Zentrum von Frechen stetig zu. Selbst außerhalb der Zeiten des Berufsverkehrs nehmen wir eine enorme Zunahme des Verkehrsaufkommens wahr. Wartezeiten und Staus sind für alle Verkehrsteilnehmer lästig und wirken sich für die ortsansässigen Unternehmen wirtschaftlich gesehen nachteilig aus.
 
Die Bezirksregierung Köln geht in einer aktuellen Studie für Frechen im Jahr 2035 von einer Einwohnerzahl von fast 60.000 aus. Sofern im Stadtteil Grube Carl sukzessive weitere Planzellen erschlossen werden und auch in Habbelrath (z. B. an der Ammerstraße) ein neues Baugebiet entsteht, benötigen wir aus unserer Sicht zwingend die Verlängerung der Linie 7, um den ÖPNV attraktiver zu gestalten, eine steigende Nutzung zu bewirken und das zu erwartende gesteigerte Verkehrsaufkommen bewältigen zu können. Eine Optimierung bzw. Ausweitung des Busverkehrs könnte flankierend zu einer Entlastung beitragen. Wir alle wissen aber, dass die Busse sich leider durch den dichten Autoverkehr kämpfen müssen und der Fahrplantakt häufig nicht eingehalten werden kann.
 
Diesbezügliche Beschlüsse und Schritte müssen rechtzeitig initiiert werden, damit wir uns alle Optionen offenhalten und Lösungen zum benötigten Zeitpunkt rechtzeitig vorhanden sind. Einen weiteren Ausbau des ÖPNV, insbesondere die Verlängerung der Linie 7, würden wir von unserer Fraktion aus auch unter Umweltaspekten sehr begrüßen. Selbstverständlich müssen auch die finanziellen Rahmenbedingungen mit geklärt werden. Wir haben allerdings die Befürchtung, dass wir mit Blick auf die Zukunft in Frechen um die Verlängerung der Linie 7 nicht umhinkommen werden. Die Verwaltung hat zum TOP A4.1 in der Ratssitzung vom 21.02.2017 u. a. zum weiteren Ausbau auf Grube Carl ausgeführt, dass sich die Entwicklung „unter Berücksichtigung alternativer Mobilitätskonzepte vollziehen“ soll. Da nehmen wir die Verwaltung gerne beim Wort.
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