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06.02.2012

  • OZ Onlinezeitung - Freie Wähler Rhein-Erft kritisieren das aktuelle Postengeschacher in der Kreisverwaltung des Rhein-Erft-Kreises

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Montag, 06. Februar 2012
Freie Wähler Rhein-Erft kritisieren das aktuelle Postengeschacher in der Kreisverwaltung


Brühl/Bergheim - Die aktuellen Ereignisse rund um eine zusätzliche Dezernentenstelle in der Kreisverwaltung machen es erneut allen deutlich. Wieder einmal werden von den etablierten Parteien - dieses Mal auf Kreisebene - die falschen Signale und Prioritäten gesetzt. Zuerst kümmert man sich um den Personalproporz. Dafür bedient man sich der Kreisverwaltung und es werden gut dotierte Planstellen neu geschaffen. Die öffentlichen Verwaltungen sind so letztlich nur noch das Versorgungsreservoir für genehme Parteipolitiker. Statt die Sachbearbeitungsebene zu stärken, werden es immer mehr "Häuptlinge". Die jetzt in der regionalen Presse diskutierten personellen Planspiele konterkarieren damit die Ziele der letzten Verwaltungsreform, als in allen Kreisen und Kommunen des Landes Nordrhein-Westfalen die Doppelspitze durch die Einheitsspitze abgeschafft wurde. Denn mit der Übernahme von Verwaltungsaufgaben durch einen hauptamtlichen Landrat entfiel in Nordrhein-Westfalen Ende der 90-er das Amt des Oberkreisdirektors. So sollten auch Kosten gespart werden. Doch jetzt will man sich - zumindest im Erftkreis - offensichtlich zwei gut dotierte Repräsentanten gönnen. Auf diese Weise gerät der Begriff Parteiendemokratie immer mehr in Misskredit.

Außerdem treten Sachthemen in den Hintergrund. Dies alles führt dazu, dass sich die Wählerinnen und Wähler von der Politik abwenden. Die darauf konsequenter Weise folgende Politikverdrossenheit kommt dann den linken und rechten Extremisten zu Gute. So tritt der wesentliche Kern unserer Demokratie in den Hintergrund. Denn eigentlich sollten Parteien mit ihren Ideen und Konzepten im ständigen Wettstreit miteinander stehen und auf diese Weise um die Gunst der Bürgerinnen und Bürger wetteifern und sich nicht Posten und Pöstchen zuschieben. Zusammenfassend fordert Dr. Herbert Heermann, Vorsitzender der Freie Wähler Rhein-Erft, "dass wieder verstärkt die alltäglichen Verantwortungen sowie Verwaltungsaufgaben besonders beim Landrat und der Verwaltungsspitze in den Vordergrund treten sollten, um so auch einen verantwortungsvolleren Umgang mit den Steuergeldern zu dokumentieren."

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